Hände weg von Kuba

Campaign

Covid-19 veranschaulicht die Logik internationaler Solidarität: Wir sind nur so gesund wie unser kränkster Nachbar.

Nichtsdestotrotz reagieren Regierungen auf der ganzen Welt auf die Pandemie, indem sie Vorräte horten, lebenswichtige Hilfsgüter blockieren und Ausländer*innen für ihre eigene gescheiterte Reaktion verantwortlich machen.

In der Zwischenzeit hat Kuba hat Solidarität gezeigt. Kubanische medizinische Helfer*innen und Ärzt*innen sind in über 20 Ländern auf der ganzen Welt im Einsatz — in Europa, Afrika und Lateinamerika. Zum allerersten Mal wurden kubanische Ärzte nach Norditalien entsandt und in Andorra merkte eine Zeitung an, dass die Ankunft der kubanischen Helfer*innen habe dazu beigetragen habe, ihr Gesundheitssystem vor dem Zusammenbruch zu retten.

Die inspirierende kubanische Tradition der internationalistischen Medizin hat eine lange Geschichte. Hunderttausende kubanischer Gesundheitsfachkräfte leisten seit mehr als 50 Jahren medizinische Unterstützung im Ausland. Neben der Stärkung der Gesundheitssysteme in vielen Ländern haben sie auch auf Katastrophen wie das Erdbeben in Haiti 2010 reagiert und Ausbrüche von Krankheiten wie das Ebola-Virus in Westafrika bekämpft.

Nichtsdestotrotz bestrafen die Vereinigten Staaten das kubanische Volk mit ihrer illegalen und unmenschlichen Blockade. Sogar mitten in dieser beispiellosen Pandemie haben die USA ausländischen Regierungen gedroht, wenn sie kubanische medizinische Hilfe annehmen, und ihre Blockade dazu benutzt, um zu verhindern, dass aus China gespendetes lebensnotwendiges Material — darunter Masken, Tests und Beatmungsgeräte — die kubanische Küste erreicht. Schätzungen zufolge hat das Embargo dem kubanischen Gesundheitssystem allein im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von über $100 Millionen zugefügt.

Kuba ist nicht allein. Die Wirtschaftssanktionen der USA bleiben auch für Länder wie Iran oder Venezuela in Kraft. Während UN-Menschenrechtsexpert*innen die USA aufgefordert haben, “auf Sanktionen zu verzichten, die die Fähigkeit Kubas und anderer Länder unterminieren, wirksam auf die Pandemie zu reagieren und Leben zu retten”, wurden diese Aufforderungen wiederholt ignoriert.

Wir setzen uns mit der “Cuba Solidarity Campaign” dafür ein, das Embargo zu beenden und Kubas Bemühungen zur Bekämpfung der Pandemie in der ganzen Welt zu unterstützen.

Die “Cuba Solidarity Campaign” ist eine in Großbritannien ansässige Organisation, die für die Aufhebung der illegalen Blockade Kubas, das Ende der US-Besetzung von Guantánamo Bay und die Verteidigung der Freiheit des kubanischen Volkes vor ausländischer Intervention kämpft. Mit mehr als 5.000 Mitgliedern und über 400 nationalen, regionalen und Branchengewerkschaften im Vereinigten Königreich ist die Kampagne ein Beispiel für die praktische Umsetzung internationalistischer Prinzipien.

Ziel der Progressiven Internationale ist es, alle Aktivist*innen und Organisationen zu unterstützen, die weltweit gegen unmenschliche Sanktionen kämpfen. Wenn Sie sich in der Progressiven Internationale engagieren möchten — oder Aktionen im Zusammenhang mit dieser Kampagne organisieren — schreiben Sie bitte an movement@progressive.international.

Resources

Help Cuba fight COVID-19 and the US blockade

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Join the call on the British government to tell the Trump administration to lift the blockade today.
Available in
EnglishGermanFrenchPortuguese (Brazil)RussianSpanish
Date
20.05.2020
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