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Die kalabrischen Jugendlichen ohne Studium oder Job

In der Region Kalabrien im Süden Italiens haben viele junge Menschen keinerlei Zukunftsperspektive.
Im letzten Jahr haben zehntausend Menschen Kalabrien verlassen, darunter viertausend junge Leute.
Im letzten Jahr haben zehntausend Menschen Kalabrien verlassen, darunter viertausend junge Leute.

"Hören Sie auf die Wörter, aber Sie müssen genau zuhören", sagt das Mädchen mit den langen schwarzen Haaren und bittet mich, auf den Text eines ihrer Lieblingslieder zu achten, das ich noch nie zuvor gehört habe. Cristina Covelli ist 21 Jahre alt, noch immer mit jugendlichen Gesichtszügen und einer runden, schwarzen Plastikbrille, die, in ihrem Gesicht ruhend, ihr einen ernsten Blick verleiht. Sie hat weder studiert noch gearbeitet, seit sie vor drei Jahren ihr Studium am chemisch-technischen Institut in ihrer kalabrischen Heimatstadt Crotone, ganz im Süden Italiens, abgeschlossen hat. Für das Mädchen ist die Zukunft wie ein Kloß im Hals, den sie jedes Mal spürt, wenn sie rechnet - und das tut sie oft -, wie viel es sie kosten würde, sich an einer Universität einzuschreiben oder in eine Stadt im Norden auszuwandern.

Aus diesem Grund scheint ihr, dass die Worte eines Liedes, das ihr Altersgenosse und Finalist der letzten Ausgabe des Sanremo-Festivals, geschrieben hat, ihre Stimmung angemessen wiedergibt. “Und ich will nicht, dass du jemals meine Augen siehst / Während ich schreibe, habe ich eine Wut, die damit zusammenhängt, wie viel ich verliere / Aber ich schwöre dir, dass ich immer nach Vortrefflichkeit strebte / Wenn ich wenig haben muss, habe ich lieber nichts”, sagt Niccolò Moriconi alias Ultimo, wenn er die Worte von Sabbia, dem Lieblingslied des Mädchens aus Crotone, ausspricht, ja rezitiert. Sie würde gerne eine Konditorei eröffnen oder Krankenschwester werden, steht aber vor der materiellen Unmöglichkeit, beides zu tun oder es wenigstens zu versuchen. Für Cristina Covelli ist eine Arbeit kein Recht, sondern ein Wunsch oder gar ein Traum. Ein festes Gehalt würde für sie nicht etwa Autonomie von ihrer Familie bedeuten, sondern “eine Möglichkeit, der Familie zu helfen, es bis zum Monatsende zu schaffen”.

Zahlen und Personen

Statistisch gesehen ist Cristina Covelli ein NEET, ein Akronym der englischen Formel “not in education, employment or training”, eine Kategorie, die Personen zwischen 15 und 34 Jahren umfasst, die weder studieren noch arbeiten. Italien ist das europäische Land mit den meisten NEETs (28,9 Prozent), während die Region Kalabrien zusammen mit Sizilien den Rekord für die höchste Rate in dieser Kategorie hat. In der südlichen Region sind 36,2 Prozent der jungen Menschen dieser Altersgruppe NEETs, praktisch jeder dritte. In Crotone gibt es eine noch alarmierendere Zahl: 33 Prozent der NEETS haben nicht einmal einen mittleren Schulabschluss, was nicht nur auf einen strukturellen Mangel an Arbeit, sondern auch auf eine hohe Schulabbrecherquote hinweist.

Cristina Covelli, die Erstgeborene von drei Töchtern, lebt im Mietshaus ihrer Eltern, einer 100 Quadratmeter großen Wohnung im Stadtteil Tufolo von Crotone, einem der größten und am dichtesten besiedelten Viertel der Stadt, auch bekannt als Crotone 2. Die Familie Covelli zahlt 430€ Miete für eine Dreizimmerwohnung in einem Haus in dem Wohngebiet. Niemand in der Familie hat eine Arbeit: Cristinas Vater arbeitete für das örtliche Wasserunternehmen, dann ging das Unternehmen in Konkurs und er verlor seinen Job. Vor fünf Jahren erlitt er einen Herzinfarkt, der es ihm noch schwerer machte, einen neuen Job zu finden. Die Mutter ist ihr ganzes Leben lang Hausfrau gewesen. Die ganze Familie lebt vom “Bürger*innengeld” des Vaters.

Mit einem so niedrigen ISEE [Indikator zur Einkommens- und Vermögenslage], werden selbst die einfachsten Projekte zu einem Traum, der zerbricht, sobald man mit der Planung der Ausgaben beginnt. Das Mädchen aus Crotone kennt die Kosten für jedes ihrer Projekte sehr gut und denkt alle Möglichkeiten für ihre Zukunft durch, die sie in den letzten drei Jahren evaluiert hat, wobei sie jedes Detail abwägt. An die Universität gehen, einen Berufskurs machen, in eine andere Stadt ziehen, um dort Arbeit zu suchen: Cristina verbringt ihre Tage damit, Projekte zu entwerfen und abzuschätzen, wie viel sie wohl kosten. Es ist, als ob man sperrige Möbel in einen zu kleinen Raum stellt und hofft, einen Weg zu finden, sie hineinzubekommen.

Ohne Erleuchtung

Cristina Covelli konnte sich nicht an der Fakultät für Pflegewissenschaften der Universität Catanzaro immatrikulieren, weil ihr das Geld für die Aufnahmeprüfung fehlte: “250 € an Gebühren, plus 50€ für die Einschreibung. Mit dem Risiko, alles zu verlieren, wenn man am Ende durchfällt”. Dagegen würde die Einschreibung in einen Lehrgang in der Müllabfuhr 2.500 € an Studiengebühren in acht Monaten kosten. Geld, das sie nicht hat. Also schickt sie weiter Lebensläufe in der Hoffnung, eingestellt zu werden, auch wenn sie immer weniger Motivation hat, sich an den Computer zu setzen und zu suchen.

“Ich habe überall Lebensläufe hingeschickt”, sagt das Mädchen. “Die einzigen, die mir geantwortet haben, war eine Firma in Mailand, die mir einen Job für 800€ im Monat anbot, aber dieses Geld würde nur für die Miete reichen, da ich nicht bei Freund*innen oder Verwandten wohnen konnte”. Sie ist bereit, jede Arbeit anzunehmen, aber im Moment verbringt sie ihre Tage zu Hause und hilft ihrer Mutter im Haushalt und ihren jüngeren Schwestern bei den Hausaufgaben. Dann geht sie mit ihren Freundinnen aus, die sich in der gleichen Situation befinden. Das einzige Unternehmen in der Stadt, das Mädchen wie ihr Arbeit gibt, ist ein Callcenter: die Abramo Customer Care.

Viele Hochschulabsolvent*innen enden als Rezeptionist*innen zu Gehältern, die manchmal nicht mehr als 300€ pro Monat betragen. Doch die Stadt bietet nicht viel mehr: “Stellen Sie sich vor, wir haben nicht einmal einen Bürgermeister hier, wir stehen unter der Kontrolle einescommissariati(vorübergehende externe Verwaltung einer Stadt durch den Staat), und zu Weihnachten wollten sie nicht einmal die traditionellen Lichter aufstellen.” Der Bürgermeister der Stadt, Ugo Pugliese, wurde nämlich im November 2019 zusammen mit einigen Stadträt*innen im Rahmen einer Untersuchung der öffentlichen Auftragsvergabe für das städtische Schwimmbad suspendiert Frühere Bürgermeister*innen waren ebenfalls in Ermittlungen und Skandale verwickelt. Cristina Covelli glaubte nicht mehr daran, dass sich die Dinge ändern können und sie wusste bis kurz vor den Regionalwahlen am 26. Januar nicht, ob sie an diesen teilnehmen würde. Der Mitte-Rechts-Kandidat Jole Santelli stand in den Umfragen an der Spitze. Der Kandidat der Demokratischen Partei, Pippo Callipo, der Kandidat der 5-Sterne-Bewegung, Francesco Aiello, sowie und der ehemalige Leiter des kalabrischen Zivilschutzes, Carlo Tansi, der als Unabhängiger kandidierte, waren alle gegen ihn.

Um Santellis Kandidatur zu unterstützen, machte der Chef der Lega, Matteo Salvini, einen Zwischenstopp in Crotone, wo er das erste Provinzkapitel der Lega in der Stadt einweihte. Die Stadt gilt als Hochburg von Mitte-Links, wurde einst als “Stalingrad des Südens” bezeichnet und ist die am stärksten industrialisierte und Arbeiter*innen-Stadt der Region. “Zum ersten Mal seit der Nachkriegszeit wird die Lega in der Region Kalabrien vertreten sein”, sagte Salvini während seiner Kundgebung in einem Theater in Crotone am 10. Januar.

“Der Gouverneur wird Jole heißen und die Lega wird die erste Partei in Kalabrien sein”, fuhr der Lega-Vorsitzende fort. Der Sekretär der Demokratischen Partei [PD] Nicola Zingaretti traf in denselben Tagen ebenfalls in Kalabrien ein, um die Kandidatur des Industriellen Pippo Callipo zu unterstützen, hielt seine Kundgebungen aber in Lamezia Terme und Catanzaro ab. Während seines Aufenthalts in Crotone versprach Giuseppe Provenzano, Minister für Süditalien und den territorialen Zusammenhalt der Demokratischen Partei, Gebiete wie Crotone in seinen Plan für den Süden einzubeziehen.

“Wenn junge Menschen den Süden verlassen, dann nicht nur wegen des Mangels an Arbeit. Das ist sehr oft auch im Rest des Landes der Fall. Sie verlassen das Land, weil diese Gebiete in ihren Augen in zehn oder zwanzig Jahren keine Zukunft haben werden”, sagte Provenzano bei seinem Besuch. Aber die Arbeitslosen und die NEETs scheinen nicht mehr an Versprechungen zu glauben und bei den Regionalwahlen könnten die Wahlurnen leer bleiben.

“In Crotone gibt es neben den Langzeitarbeitslosen eine alarmierende Zahl von NEETs”, sagte Tonino Russo, Chef der CISL in Kalabrien. “Nachdem uns die Fabriken der Schwerindustrie in den 70er Jahre verloren gegangen sind und wir keinen neuen Raum für andere Wirtschaftssektoren gefunden haben, erleben wir seit Ende der 90er Jahre einen gravierenden Anstieg der Arbeitslosigkeit”, fährt der Gewerkschafter fort, der auch von enttäuschenden Interventionen seitens der nationalen Politik spricht, die weiterhin Instrumente der sozialen Wohlfahrt anwendet.

“In Kalabrien gab es aus verschiedenen Gründen nicht viele Anträge auf das 'Bürger*inneneinkommen'. Es handelt sich um eine rein soziale Wohlfahrtsmaßnahme, die die Schaffung von Arbeitsplätzen keineswegs begünstigt. Auf jeden Fall haben viele Menschen ihre Arbeit aufgegeben, um Zugang zum 'Bürger*inneneinkommen' zu erhalten, da die Löhne in der Region sehr niedrig sind, zwei Drittel unter dem nationalen Durchschnitt”.

Für Filippo Sestito, Präsident der ARCI di Crotone, liegt die Verantwortung für diese Situation vor allem bei der herrschenden Klasse, welche nicht in der Lage war, die Krise zu bewältigen, die durch die Schließung der Fabriken in der Stadt entstanden ist: “Wir waren eine der reichsten Gegenden Kalabriens, aber nach der Schließung der Fabriken hat die lokale politische Klasse öffentliche Gelder vergeudet und fehlgeleitet, weil es an einer Gesamtvision für die regionale Entwicklung fehlte”. In der Provinz Crotone gibt es elf Clubs der ARCI mit Tausenden von Mitgliedern.

“Nach Tarent hatte dieses Gebiet, in dem seit Jahren chemische Schwerindustrie zu Hause ist, mit einer Umweltkatastrophe zu kämpfen, die noch zu bewältigen ist”, sagt Sestito. Der Präsident der örtlichen ARCI argumentiert, dass wir zur Wiederbelebung einer wirksamen Arbeitspolitik versuchen sollten, uns auf eine Reihe von Sektoren, vom Tourismus bis zur Agroindustrie, zu konzentrieren und vor allem die infrastrukturelle Isolation des Gebiets zu überwinden.

Liebe ist nicht genug

“Wenn wir Würde hätten, müssten wir unsere Wahlzettel in Wahrheit zurückgeben und nicht zur Wahl gehen”, sagt Paolo Aiello, 49 Jahre alt und seit sechs Jahren arbeitslos, als ich ihn vor dem Arbeitsamt in Crotone treffe, nicht weit entfernt vom ehemaligen Industriegebiet mit seinen verlassenen Fabriken, Stahlbetonskeletten und Schornsteinen eines der am stärksten verschmutzten Standorte Italiens, das einst der industrielle Pol Kalabriens war. Aiello kam, um sich über die Möglichkeit zu informieren, einen Kurs oder ein Praktikum zu besuchen, aber sie sagten ihm, dass er einen Termin vereinbaren und wiederkommen müsse. Er trägt einen blauen Overall, als ich ihn vor dem gelblichen Gebäude treffe, in dem das Arbeitsamt untergebracht ist. “Ich ziehe mich immer wieder so an, obwohl ich seit sechs Jahren nicht mehr gearbeitet habe”, gesteht er. “Es ist auch eine Art und Weise, mich dazu zu motivieren, mein Zuhause zu verlassen.”

Er arbeitete in Pertusola, der ältesten metallurgischen Fabrik der Stadt und einer der wichtigsten Italiens, die in den 1920er Jahren für die Herstellung von Zink gegründet wurde und bis Ende der 1990er Jahre in Betrieb war. Sein Vater, der an Krebs starb, arbeitete ebenfalls in derselben Fabrik, die dann wie alle metallurgischen Fabriken der Stadt schloss und ein durch Giftmüll und Umweltverschmutzung verwüstetes Gebiet hinterließ. “Ich begann zu arbeiten, als ich 14 Jahre alt war; während ich arbeitete, machte ich Abschlüsse, um Facharbeiter zu werden, denn unser aller Schicksal war die Fabrik”.

Dann entließ die Fabrik alle, Aiello arbeitete weiter als Elektriker bei Digitec, einem anderen Unternehmen, das vor sechs Jahren geschlossen wurde. “Ich ging sogar einen Monat lang außerhalb von Crotone arbeiten, ein bisschen überall in Italien, um die elektrischen Systeme in den Autobahntunneln einzurichten”, sagt er, während er versucht, sich vor der beißenden Kälte eines eiskalten Januartages zu schützen. Dann fand auch diese Erfahrung ein Ende und seitdem hatte Aiello nur noch wenige prekäre Jobs in Gestalt von Schwarzarbeit.

Antonio, 28 Jahre alt, an der Strandpromenade von Crotone, Januar 2020. Nach seiner letzten Arbeitserfahrung in Hamburg, Deutschland, kehrte er nach Crotone zurück und wird sich an der Fakultät für Sprachen immatrikulieren.

“Dieses Jahr haben sie mir nicht einmal das 'Bürger*innengeld' gegeben, denn ich wohne bei meiner Mutter, die die Hinterbliebenenrente meines Vaters erhält, und wir leben von ihren 700€ im Monat”. In Crotone leben viele Arbeitslose von der Rente ihrer Eltern. “Nur wer eine staatliche Arbeit oder eine Empfehlung hat, überlebt”, was mir zu verstehen gibt, dass eine Empfehlung vor allem bedeutet, sich den Gangs anzuschließen, die das Gebiet kontrollieren. Am meisten bedauert Aiello, dass er nicht versucht hat, eine Familie zu gründen: “Ohne Arbeit kann man nicht heiraten, Liebe genügt nicht. Hier lässt sich jeden Tag jemand scheiden, denn wenn man nichts hat, was man seinen Kindern mit nach Hause bringen kann, wird es nicht funktionieren. Mit Liebe alleine kann man keine Familie zusammenzuhalten”.

Auf der Flucht

Aiello versuchte für kurze Zeit, nach Venetien zu ziehen, wo seine Schwester lebt, doch dann war er gezwungen, nach Crotone zurückzukehren. 1958 erklärte der kalabrische Schriftsteller Corrado Alvaro: “Die Flucht ist das Thema des kalabrischen Lebens und eine solche Flucht gelingt dem Kalabrier auch dann, wenn er an einem Ort, in einem Büro oder hinter dem Tresen sitzt. Selten sieht man jemanden, der wirklich da ist, wo er ist. Ob im physischen oder phantastischen Sinne, Kalabrien ist auf der Flucht vor sich selbst”. Ich denke an diese Worte und an das Konzept des “Umherziehens”, das der kalabrische Anthropologe Vito Teti in seinem BuchTerra inquietaerklärt, wenn ich die Geschichte von Paolo Aiellos ständigen Versuchen, eine Arbeit zu finden, höre, aber auch, wenn ich Antonio Scicchitano - 28 Jahre alt, ein heimkehrender Emigrant, arbeitslos, nett - treffe. Scicchitano hat lockiges Haar und einen traurigen Blick; nach einer schlechten Erfahrung als Migrant in Deutschland kam er mit mehr Sorgen nach Hause als zuvor.

Im letzten Jahr haben zehntausend Menschen Kalabrien verlassen, darunter viertausend junge Leute wie er, die nach ihrem Abschluss und nach dreijähriger Arbeitssuche in seiner Stadt beschlossen, nach Hamburg zu gehen und in Deutschland zu arbeiten. Für die Arbeitssuche wandte er sich an eine Vermittlungsagentur, die “Dr. Sauber GmbH”, fand sich aber mit einem Gehalt von 1000€ in einer Stadt mit sehr hohen Lebenshaltungskosten wieder. "Über eine deutsche Sprachschule fand ich diese Arbeitsvermittlung, ich zahlte 300€, um einen Deutschkurs zu besuchen, der mir die Möglichkeit gibt, in Deutschland zu arbeiten", erklärt er.

“Es gibt viele Arbeitsvermittler*innen, die die schwierige Lage vieler auswanderungswilliger junger Menschen ausnutzen”, sagt Scicchitano, der eine Stelle als Pförtner in einem sehr großen Krankenhaus in Hamburg gefunden hat. “Ich habe auch neun Stunden am Tag gearbeitet, doch 1000€ im Monat verdient. Ein Hungerlohn in einer Stadt, in der das Leben viel kostet. Das Gehalt war nicht das, was sie mir versprochen hatten, und die Stadt war auch nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Wir verließen Crotone zu zehnt, aber nach einem Jahr kamen wir alle wieder zurück”, fährt der junge Mann fort, der in den letzten Tagen mit seinem Vater sprach und beschloss, sich nach den äußerst negativen Erfahrungen in Deutschland an der Universität von Cosenza einzuschreiben.

“Es gab viel Arbeit, aber ich konnte nicht von ihr leben. Ich fühlte mich wie ein Sklave, ich habe in einem Jahr zehn Kilo abgenommen”, sagt er. “Wenn ich mit dreißig Jahren zu meiner Familie nach Hause komme, wird mir schlecht. Ich komme mir vor wie in einem Käfig”, fährt er fort. Aber im Moment ist es für mich die einzig mögliche Wahl in einer Situation, in der selbst das Auswandern zu einem Albtraum werden kann.

Annalisa Camilli ist Journalistin bei Internazionale und berichtet über Migration in Italien und Griechenland.

Foto: Revol Web, Flickr

Available in
EnglishRussianPortuguese (Brazil)SpanishFrenchGerman
Author
Annalisa Camilli
Translator
Boris Schneider
Date
06.05.2020
Source
Original article🔗

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