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Das Massaker von Khartum: Als die sudanesische Revolution ihre Unschuld verlor

Ein Augenzeugenbericht von einem Überlebenden des Massakers von Khartum. Und ein Versuch das, was von der sudanesischen Revolution übrig geblieben ist, zu verstehen.
Am 3. Juni 2019 wurde die Sitzblockade in Khartum gewaltsam aufgelöst, als der im Sudan herrschende Übergangsmilitärrat mehr als 150 Menschen brutal tötete. Amar Jamal nahm an dem Sit-in teil und wurde Zeuge der Gräueltaten. Er schildert in einem intimen Bericht, welche Auswirkungen die Ereignisse auf ihn hatten — und auf den Traum von einem neuen Sudan.
Am 3. Juni 2019 wurde die Sitzblockade in Khartum gewaltsam aufgelöst, als der im Sudan herrschende Übergangsmilitärrat mehr als 150 Menschen brutal tötete. Amar Jamal nahm an dem Sit-in teil und wurde Zeuge der Gräueltaten. Er schildert in einem intimen Bericht, welche Auswirkungen die Ereignisse auf ihn hatten — und auf den Traum von einem neuen Sudan.

Anmerkung der Redaktion: Vor fast zwei Jahren, am 11. April 2019, wurde der sudanesische Diktator Omar al-Bashir nach dreißig Jahren an der Macht durch einen Militärputsch gestürzt. Dies geschah nach wochenlangen Straßenprotesten, Sitzblockaden und anderen Formen des zivilen Ungehorsams durch das sudanesische Volk. Der Übergangsmilitärrat (Transitional Military Council, TMC), der al-Bashir ablöste, bestand aus hochrangigen Offizieren des früheren Regimes und widersetzte sich den Forderungen nach einer vollständig zivilen Übergangsregierung. Als Gruppen wie das PI-Mitglied “Sudanese Professionals Association” eine weitere Sitzblockade vor dem militärischen Hauptquartier in Khartum starteten, reagierte das Militär am 11. Juni 2019 mit der Ermordung und Vergewaltigung hunderter Menschen. Das Ereignis wurde später als "Khartum-Massaker" bekannt.

In der Empfangshalle des Al-Moa'lm-Krankenhauses in Khartum betrachtete ich die Leichen und verletzten Körper um mich herum. Außerhalb der schweren Glastüren, die wir verschlossen, sah ich die Fahrzeuge der Rapid Support Forces (RSF) mit schwer bewaffneten Soldaten und hörte den Klang von Schüssen. Rauchwolken stiegen über den brennenden Zelten auf und warfen einen Schatten auf unsere wochenlangen Träume von Kommune und Karneval, in der Hoffnung, eine gewaltfreie Revolution zu erreichen.

Mir wurde klar, wie zerbrechlich das Leben sein kann, und was es notwendig war, damit ich am Leben blieb; um diese Zeilen schreiben zu können: den Tod anderer Genoss*innen und Demonstrierenden, die die Angreifer daran hinderten, das Krankenhaus zu stürmen und Dutzende, wenn nicht Hunderte, weitere zu töten. Am Morgen des Montag, 3. Juni 2019, als der im Sudan herrschende Übergangsmilitärrat das Massaker von Khartum verübte, fanden Dutzende, darunter auch ich, gerade noch Schutz im Inneren des Krankenhauses. Draußen wurden mehr als 150 Menschen getötet, Dutzende wurden in den Nil geworfen, Männer und Frauen wurden vergewaltigt. Viele werden heute noch vermisst.

Die Sitzblockade hatte am 6. April vor dem Armeehauptquartier begonnen, etwa 16 Wochen nach dem Beginn der Volksrevolution gegen das islamistische Regime von Generalleutnant Omar al-Bashir. Am 11. April trat Bashir unter dem Druck des Sitzstreiks und der Intervention hoher Offiziere zurück. Nachdem Al-Bashir zurückgetreten war, wurde der sogenannte Übergangsmilitärrat aus einer Gruppe von hochrangigen Offizieren des ehemaligen Regimes gebildet, an dessen Spitze der ehemalige stellvertretende Minister und Verteidigungsminister stand. Da in ihm eine Fortsetzung des alten Regimes gesehen wurde, trat dieser jedoch aufgrund der anhaltenden Proteste nach einem Tag zurück und forderte eine vollständig zivile Regierung, die das Land bis zur Abhaltung demokratischer Wahlen regieren sollte.

Am Abend des 2. Juni betrat ich um 22.00 Uhr in Begleitung von Freunden das Lager. Wir gingen zu unserem üblichen Platz in der Nähe der Klinik der Universität von Khartum. Trotz der Warnzeichen, dass der Militärrat sich anschickte, die Sitzblockade aufzulösen, verhinderte die karnevalistische Atmosphäre der Freiheit und die Freude an der Kameradschaft, dass ich und viele andere den bald darauf folgenden Schrecken erahnten. Bei Tagesanbruch machte ich mich auf den Weg zur letzten Barrikade in der Nilstraße, wo ich die Jugendlichen um ein Feuer kauernd und singend vorfand, während nur wenige Meter entfernt Dutzende von Militärfahrzeugen standen. Als ich zum Lager zurückkehrte, beruhigte ich meine Freunde, dass ein Angriff unmöglich sei. Weniger als eine Stunde später hörten wir Schüsse und sahen das Chaos von Menschen, die versuchten zu fliehen. Eine gemischte bewaffnete Truppe strömte von Norden her auf die Sitzblockade zu. Obwohl Zeugen bestätigten, dass die ersten, die die Sitzblockade erreichten, blaue Polizeiuniform trugen, sind die offiziellen Untersuchungen über die Identität der Gruppen, die den Angriff durchführten, immer noch nicht abgeschlossen. Die Polizei leugnet ihre Beteiligung.

Während der gewaltsamen Auflösung appellierte die “Sudanese Professionals Association” (SPA), eine der Hauptgruppen, die an der Organisation der Sitzblockade beteiligt waren, an die sudanesische Armee, "ihre Pflicht zu erfüllen und die Bürger vor der TMC-Miliz zu schützen". Aber die Soldaten, die das militärische Hauptquartier bewachten, weigerten sich, die fliehenden Menschen auf dem Gelände Schutz suchen zu lassen. Mein Freund und ich versuchten, sein Auto zu erreichen, aber wir konnten nur bis zum öffentlichen Krankenhaus gelangen, wo die Verletzten hingingen. Als wir im Krankenhaus Schutz suchten, wurde das, was wir in den nächsten zehn Stunden aus den Fenstern sahen, zu einem Albtraum.

Draußen rollten Armeefahrzeuge herum und drohten, das Gebäude zu beschießen. Drinnen gingen die Rettungsarbeiten weiter. Die Leichen wurden in einem Raum isoliert, dringende Fälle in einem anderen Raum behandelt, während die Empfangshalle mit den Verwundeten gefüllt war, die das Krankenhauspersonal mit Hilfe von Revolutionären zu behandeln versuchte — unter ihnen waren Ärzte und Krankenschwestern. Der Fernseher an der Wand übertrug das Massaker an unseren Genoss*innen. Mein Telefon klingelte; es war meine Schwester, die sich in Panik nach mir erkundigte. Ich informierte sie über unsere Situation und fragte nach der Sicherheit der anderen. Ich schickte eine Nachricht an meine Frau in Kairo, um sie zu beruhigen, und schaltete mein Telefon aus, um die restliche Ladung zu schonen. Dann legte ich mich auf den Boden und schlief.

Am Ende des Tages erklärten die Kräfte der Freiheit und des Wandels (Forces of Freedom and Change, FFC), ein breites politisches und gewerkschaftliches Bündnis, einen Generalstreik und zivilen Ungehorsam, sowie den Abbruch der Verhandlungen mit dem Regime. Nach Ansicht der Koalition wurde das Massaker im Voraus geplant und vom Regime ausgeführt, das sie nun als "Putschrat" bezeichnete. Sie bezeichnete "kombinierte Kräfte innerhalb des sudanesischen Militärs, die Janjaweed-Milizen (auch bekannt als RSF), die nationalen Sicherheitskräfte und andere Milizen" als verantwortlich für das Massaker sowie für Interventionen in anderen Städten wie En Nahud, Atbara und Port Sudan. Unterdessen gab der Chef des TMC eine eigene Erklärung ab, in der er die Gespräche ebenfalls abbrach. Er kündigte einen neunmonatigen Zeitplan an, der mit Wahlen unter "regionaler und internationaler Aufsicht" enden sollte.

Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen habe, aber als ich aufwachte, ging ich ins Erdgeschoss hinunter. Der Ort war immer noch überfüllt mit Verwundeten; einige der Verletzten waren draußen im Hof des Krankenhauses. Das Geräusch der Schüsse hatte etwas nachgelassen, aber der Rauch stieg immer noch auf. Die Angreifer hatten den Lagerplatz zerstört. Als wir uns kurz darauf aus dem Krankenhaus hinaus wagten, standen wir auf der Straße und blickten auf unser verwüstetes Land. Die Szene erinnerte an Bilder von niedergebrannten Dörfern in Darfur Jahre zuvor. Dafür gab es einen revolutionären Slogan: "Oh, du arroganter Rassist, wir sind alle Darfur!" Nun wurde der Slogan aktualisiert.

Als ich draußen stand, sah ich einen 10-jährigen Jungen und fragte ihn nach seinen Freunden. Er sagte mir, dass sie in Sicherheit seien, und fügte dann hinzu: "Sie haben uns verraten." Seine Aussage blieb in meinem Kopf hängen. Die Politiker und Militärs hatten nie vorgehabt, uns oder die politische Gemeinschaft, die in der Sitzblockade aufblühte, zu schützen. Den Revolutionär*innen fehlte es nicht an politischer Weitsicht: Versuche, die Versammlung aufzulösen, hatte es seit Beginn des Sitzstreiks gegeben. Das war jedoch ein Verrat an unserem Glauben, an der Euphorie, die das Camp repräsentierte. Wir glaubten nicht, dass jemand eine Nachtigall töten könnte.

Im September 2019 ordnete der Premierminister der Übergangsregierung, Abdalla Hamdok, eine Untersuchung des Massakers an und setzte ein Komitee ein, mit einer Frist von drei Monaten, die einmal verlängert werden konnte, um seine Ergebnisse zu veröffentlichen. Doch bis heute, etwa 17 Monate später, sind noch keine Ergebnisse veröffentlicht worden. Die Zahl der Todesopfer wird in verschiedenen Berichten auf 100 bis 150 geschätzt, während medizinische Berichte von 70 dokumentierten Fällen von Vergewaltigung von Männern und Frauen sprechen. Doch im November 2020 gab ein anderes Regierungskomitee die Entdeckung eines Massengrabes in Khartum bekannt, das forensische Quellen mit dem Massaker in Verbindung bringen. Es enthielt etwa 800 Leichen.

Was haben wir durch das Massaker verloren? Nicht nur Hunderte von Menschenleben, sondern auch eine Vorstellung vom Sudan als Gemeinwesen. Seit Beginn der Revolution im Dezember 2018 hatten sich Fragen nach Territorium und Grenzen gestellt, auch rund um den Sitzstreik in den Wochen vor dem Massaker. Wo begann das Territorium der Blockade? Wo endete der Schutz der Demonstrierenden? Gab es eine Grenze, die die revolutionären Aktivitäten innerhalb dieses Gebiets einschränkte? Waren daher alle Aktivitäten außerhalb dieser Grenzen illegal und anfällig für Angriffe der Ordnungskräfte?

Innerhalb seiner Grenzen zeichnete der Sitzstreik die mentale Landkarte des Sudan neu. Er drückte eine Vorstellung vom Sudan aus, die bis dahin nur in Ideologie und hoffnungsvoller Fantasie existiert hatte. Der ganze Sudan war anwesend und zwar nicht nur in territorialer Hinsicht, obwohl die Zelte Zeichen ethnischer und geographischer Gruppen trugen, sondern auch in einem fließenden und karnevalistischen Sinne, der die darunterliegende kartografische Fiktion herausforderte, wie eine Karte des Sudan, die von einem Kind gezeichnet wurde.

Es war diese kindliche revolutionäre Landkarte — mit ihren Darstellungen, Ausdrücken und Möglichkeiten —, die beim alten Regime Angst und Unruhe auslöste und die Machtlosigkeit der traditionellen Parteien, die den Wandel anführen sollten, deutlich machte. Die Verhandlungen über die Grenzen des Territoriums der Blockade, die von einem gemeinsamen Sicherheitskomitee gezogen wurden, an dem sowohl das Militärregime als auch die FFC-Koalition beteiligt waren, hatten symbolisch Verhandlungen über das Schicksal des Landes selbst dargestellt.

Als die Revolutionär*innen nach einem ersten Auflösungsversuch am 13. Mai das Gebiet ihrer Barrikaden aus Sicherheitsgründen ausdehnten, um dann nach einem internen Konflikt innerhalb der SPA gezwungen zu werden, sich auf die ursprünglichen Linien zurückzuziehen, signalisierte das eine Kapitulation ganzer Gebiete aus der anerkannten "besetzten" Geographie. Und als eines dieser Gebiete im Norden des Lagers, ein armes Viertel, das als Kolumbien bekannt ist und mit negativen ethnischen und Klassenstereotypen belastet ist, einschließlich Geschichten über die Verbreitung von Alkohol und Drogen, zum Vorwand für die militärische Intervention wurde, kam das einer Opferung des Viertels durch die gemäßigten Demonstrierenden auf dem Altar der bürgerlichen Moral gleich. In der Tat hatten die verschiedenen Parteien — der TMC, die Gemäßigten in der FFC und die Radikalen in der FFC — unterschiedliche Landkarten im Kopf, die sich in unterschiedlichen Visionen der sudanesischen Gesellschaft niederschlugen. Bislang hat die progressive Strömung verloren. Am Morgen nach der gewaltsamen Auflösung des Sitzstreiks, als ich noch im Krankenhaus war, hörte ich von blutigen Ereignissen, die sich auf viele Städte ausgebreitet hatten, und von der Besetzung der Straßen der Hauptstadt durch die RSF. Ihre Demütigung der Einwohner*innen von Khartum würde noch mehr als eine Woche andauern.

Vor dem Tor des Krankenhauses war wieder Bewegung: Eine Reihe von Menschen hatte sich draußen versammelt. Armeepersonal, begleitet von ein paar Zivilist*innen, hatte vor dem Eingang geparkt. Ihre Anwesenheit, so erfuhren wir später, diente dazu, einen sicheren Ausweg für die Zivilist*innen auszuhandeln, die im Krankenhaus eingeschlossen waren. Das Auto meines Freundes war völlig zerstört, mit Schusslöchern übersät und das Innere vandalisiert. Die Soldaten, die über unsere sichere Passage verhandelten, hinderten mich daran, mich der evakuierten Gruppe anzuschließen, weil ich mit meinen Dreadlocks die RSF provozieren könnte, da sie eine Ähnlichkeit mit Darfuri-Kämpfern vermuten würden. So wurde mir befohlen, zurück ins Krankenhaus zu gehen. Später hörte ich Geschichten von Menschen, die genau aus diesem Grund ins Visier genommen wurden.

Die Erschöpfung setzte sich in meinem Körper und meiner Seele fest. Es ist eine Erschöpfung, die bis heute anhält: Wir haben unterschiedliche Reaktionen, um mit dem Trauma einer Nahtoderfahrung umzugehen, mit dem Wissen, dass tote Körper in einem geschlossenen Raum neben uns aufbewahrt werden, mit der Angst, dass dein Körper verstümmelt oder verletzt wird. Viele von denen, die an diesem Tag dabei waren, sind wegen PTBS in Therapie. Meine Schwägerin, die das Massaker hautnah miterlebt hat, schrieb mir kürzlich Folgendes:

Das Massaker in Khartum war einer der schwierigsten Momente in meinem Leben, umgeben zu sein von all dem Tod, der Zerstörung und dem Leid ist mehr, als man überhaupt ertragen kann. Ein Moment, an den ich mich nicht gerne erinnere, den ich aber nicht vergessen kann. Nach dem Massaker kehrte ich nach Ägypten zurück, um eine psychotherapeutische Behandlung zu beginnen. Die Psychiaterin diagnostizierte bei mir eine posttraumatische Belastungsstörung. Sie war der Meinung, dass ich für zwei Wochen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden sollte, um die visuellen und auditiven Halluzinationen, die mit hysterischen Zusammenbrüchen, Angstzuständen und ständiger Schlaflosigkeit einhergingen, zu überwachen und zu behandeln. Ich lehnte die Einweisung ab, aber nehme weiterhin Medikamente.

Die Sitzblockade war die notwendige Distanz, die zwischen der Revolution und dem Staat zurückgelegt werden musste. Es war ein euphorischer Raum, in dem das Alte endete und das Neue aufgebaut werden konnte. Seine Auflösung stellte eine Unterbrechung dieses Prozesses dar; oder vielleicht hat es ihn mit neuen Ideen gespeist. Auf jeden Fall verdeutlichte sie Widersprüche in der politischen Allianz für den Wandel, die Lehren nicht nur für das Verständnis der Geschichte, sondern auch für die Planung der Zukunft tragen.

Die Wunden an unseren Körpern stellen eine andere Art von Landkarte dar: Sie erzählen eine Geschichte davon, wer da war und wer überlebt hat.

Amar Jamal ist Autor, Übersetzer und Doktorand in Anthropologie. Er ist Teil der ersten Klasse der Africa is a Country Fellows.

Foto: Africa Is A Country

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Author
Amar Jamal
Translator
Nicole Millow
Date
08.04.2021

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