Women's Rights

Wir brauchen kostenlose Schwangerschaftsabbrüche überall

Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Mexiko, Abtreibung zu entkriminalisieren, helfen lokale Feminist*innen weiterhin Menschen beim Zugang zu medizinischer Versorgung. Ihre Arbeit kann als Modell für Aktivist*innen in den USA dienen, die sich mit den Grenzen der staatlichen Gesundheitsversorgung auseinandersetzen (müssen).
Während in Mexiko der Schwangerschaftsabbruch entkriminalisiert wurde, mussten US-amerikanische Befürworter*innen nördlich der Grenze schwere Rückschläge hinnehmen. Jetzt ist es an der Zeit, grenzüberschreitende Solidaritätsnetzwerke wiederzubeleben und eine transnationale Bewegung für reproduktive Gerechtigkeit zu stärken, in deren Mittelpunkt die körperliche Autonomie und vielfältige, würdige Optionen für Schwangere stehen.
Während in Mexiko der Schwangerschaftsabbruch entkriminalisiert wurde, mussten US-amerikanische Befürworter*innen nördlich der Grenze schwere Rückschläge hinnehmen. Jetzt ist es an der Zeit, grenzüberschreitende Solidaritätsnetzwerke wiederzubeleben und eine transnationale Bewegung für reproduktive Gerechtigkeit zu stärken, in deren Mittelpunkt die körperliche Autonomie und vielfältige, würdige Optionen für Schwangere stehen.

Crystal, eine Abtreibungsbegleiterin (acompañante) aus Mexiko, hat ein grünes Halstuch an ihrem Rucksack befestigt, um zu signalisieren, dass sie Teil der marea verde ist — der “grünen Welle” des Aktivismus für reproduktive Rechte, die in ganz Lateinamerika an Dynamik gewinnt. In ihrer Tasche trägt Crystal Broschüren des Tijuana Safe Abortion Network und von Las Bloodys, dem feministischen Kollektiv, das sie mitgegründet hat. Die Broschüren sind so konzipiert, dass sie sich zu einem kleinen Rechteck zusammenfalten lassen, das diskret in die Hosentasche passt. Die Broschüren enthalten Informationen darüber, wie man einen Schwangerschaftsabbruch sicher selbst durchführen kann — möglichst ohne medizinische und rechtliche Risiken.

Am 7. September 2021 hat der Oberste Gerichtshof Mexikos Abtreibung entkriminalisiert. Bis vor Kurzem war Abtreibung im Bundesstaat Baja California, wo Crystal lebt, und in weiten Teilen des Landes illegal. Das jüngste Urteil soll letztendlich den Zugang zu Abtreibungsbehandlungen erleichtern und diejenigen Frauen befreien, die nach den früheren Gesetzen sogar inhaftiert waren — oft nur weil sie verdächtigt wurden, eine Schwangerschaft absichtlich abgebrochen zu haben. Es wird jedoch einige Zeit dauern, bis das Urteil in allen 32 mexikanischen Bundesstaaten in Kraft tritt; vor allem in den 17 Bundesstaaten, die in ihrer Verfassung verankert haben, dass menschliches Leben mit der Empfängnis beginnt. Und obwohl das Urteil Abtreibungswillige vor strafrechtlicher Verfolgung schützt, garantiert es nicht den allgemeinen Zugang zu Abtreibungen. Die Bewegung für reproduktive Rechte in Mexiko hat zwar lange auf diese Entscheidung gewartet, aber “für uns wird sich nicht viel ändern”, sagte mir Crystal nach der Bekanntgabe des Urteils. “Die Legalisierung war nie unser Endziel.”

“Unsere Arbeit wird nicht enden, bis die Abtreibung wirklich und in jeder Hinsicht frei ist,” fährt sie fort. “Queremos el aborto libre.” Crystal stellt klar, dass “aborto libre” nicht nur “kostenfrei” bedeutet, sondern auch “frei” im Sinne von “befreit”, frei von Stigmatisierung, frei von medizinischer Kontrolle und gesetzlichen Einschränkungen; die Freiheit für schwangere Frauen, die beste Entscheidung für sich selbst zu treffen. In den Jahren vor Entscheidung im vergangenen September boten acompañantes-Gruppen und -Kollektive wie Las Bloodys, Las Confidentas und Las Libres Menschen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen wollten, emotionale, logistische und auch medizinische Unterstützung. Dieses informelle Netzwerk hat den Kampf für reproduktive Gerechtigkeit neu geprägt.

Während die Abtreibung in Mexiko also entkriminalisiert wurde, musste man nördlich der Grenze schwere Rückschläge hinnehmen: Einerseits der texanische Senate Bill 8, das den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen in diesem US-Bundesstaat stark einschränkt; und andererseits die Ankündigung des Obersten Gerichtshofs, sich mit dem in Mississippi geltenden Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen nach der fünften Schwangerschaftswoche zu befassen — eine direkte Anfechtung des wegweisenden Richtspruchs im Fall Roe v. Wade. In diesem schwierigen Moment kann die acompañantes-Bewegung in Mexiko Aktivist*innen in den USA zeigen, wie man dort, wo eingeschränkter Zugang die Norm ist, an der Basis mobilisiert. Ihr flexibles und gesamtheitliches Modell der Abtreibungsversorgung/-pflege bezieht die bestehenden Grenzen der staatlichen Gesundheitsdienste und des offiziellen medizinischen Systems mit ein. Daher ist es jetzt an der Zeit, grenzüberschreitende Solidaritätsnetzwerke wiederzubeleben und eine transnationale Bewegung für reproduktive Gerechtigkeit zu vertiefen, in deren Mittelpunkt die körperliche Selbstbestimmung sowie vielfältige, würdige Optionen für schwangere Frauen stehen.

Snacks und Schluppen für Alle

Vor dem Urteil von vergangenem September arbeiteten die acompañantes oft am äußersten Rand der Legalität, um die Lücken in Mexikos (je nach Staat) ungleicher Gesetzgebung für reproduktive Rechte zu schließen. Mit Unterstützung von mexikanischen feministischen Organisationen und Vereinigungen für reproduktive Rechte vermittelten sie Menschen an offizielle medizinische und rechtliche Stellen und finanzierten Reisen nach Mexiko-Stadt und in die wenigen anderen Orte, in denen Abtreibung bereits legal war. Die acompañantes halfen zwar dabei, die Menschen in die Kliniken zu bringen, stellten aber fest, dass viele von ihnen es vorzogen, die Abtreibung selbst vorzunehmen, indem sie Misoprostol oder “Miso” verwenden — ein Medikament gegen Geschwüre sowie ein wirksames Abtreibungsmittel, das in Mexiko rezeptfrei erhältlich ist. Die Datenlage ist unklar, doch schätzungsweise werden rund 30 Prozent der Abtreibungen in Mexiko mit Miso eingeleitet. Eine der vielen Aufgaben der acompañantes besteht darin, die Risiken zu minimieren, die mit selbst durchgeführten Abtreibungen verbunden sind.

Viele Kollektive ermutigen die Betroffenen, in Kliniken Ultraschalluntersuchungen durchführen zu lassen und die Ergebnisse an medizinische Fachkräfte zu schicken, um den Erfolg eines selbst durchgeführten Abbruchs bestätigen zu lassen. Die meisten Kollektive empfehlen auch die orale statt vaginale Einnahme von Miso, um die Möglichkeit zu verringern, dass ein*e unsensible*r Mediziner*in Restspuren finden könnte. Ohne derartige physische Beweise oder ein Geständnis können die Betroffenen behaupten, dass es sich bei der (geplanten) Abtreibung um eine plötzliche Fehlgeburt gehandelt habe.

Das jüngste Urteil des mexikanischen Obersten Gerichtshofs verringert zwar die rechtlichen Risiken, denen acompañantes und Abtreibungswillige ausgesetzt sind, bedeutet aber nicht das Ende der Arbeit dieser feministischen Basisgruppen und Kollektive. Selbst wenn es eine gesetzliche Garantie für eine kostenlose Abtreibung gäbe, “sehen wir immer noch eine wichtige Rolle für die acompañantes”, so Natalia, Mitglied von Las Confidentas. “Unser oberstes Ziel ist die Entstigmatisierung und Abschaffung der Gewalt im Rahmen von Schwangerschaft und Geburt. Doch selbst wenn dies erreicht ist, werden die Menschen wahrscheinlich immer noch eine Begleitung wünschen, um sicherzustellen, dass sie diese Art von emotionaler Unterstützung erhalten, die selbst die schicksten Kliniken nicht bieten können.”

Einige dieser “schicken” Kliniken — gemeint sind Privatpraxen in Mexiko-Stadt, die legale Abtreibungen bis zur zwölften Schwangerschaftswoche anbieten — haben abgestufte Leistungspakete: Ein chirurgischer Eingriff in der Klinik kostet etwa 200 USD; die Anästhesie kostet extra. Für zusätzliche 100 USD erhält die schwangere Person Snacks, Hausschuhe und ein privates Zimmer, in dem sie sich erholen kann. Für Menschen, die den mexikanischen Mindestlohn von rund sieben Dollar pro Tag verdienen, ist das ein unerschwinglicher Luxus. “Wir arbeiten für eine Welt, in der jede bei der Abtreibung solche Snacks und Schluppen bekommen kann,” kommentiert Marina, ein weiteres Mitglied von Las Confidentas.

Acompañantes nehmen oft Menschen bei sich zu Hause auf, um ihnen einen sicheren Ort für die Selbstverabreichung von Abtreibungspillen zu bieten. “Für genau null Pesos kannst du zu mir nach Hause kommen, und ich sorge dafür, dass du es bequem hast, dass du Snacks, eine Wärmflasche und Netflix bekommst,” scherzt Marina, wird dann aber ernst: “Das ist doch absolut lächerlich. Wie kann es sein, dass nur die Reichen Zugang zu dieser Art von Unterstützung haben?”

Nach Roe

Vor dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA in der Rechtssache Roe v. Wade im Jahr 1973 sah die Situation in Sachen Abtreibung in den Vereinigten Staaten ähnlich aus wie in Mexiko vor dem 7. September: Es gab zwar keinen garantierten Zugang, aber ein solides Netzwerk half bei der Versorgung mit Abtreibungsmitteln. Mehrere acompañantes erwähnen, dass sie sich von Untergrundbewegungen und feministischen Netzwerken in den Vereinigten Staaten inspirieren ließen. Marina verweist dabei auf das Jane Collective, eine Gruppe in Chicago mit einer anonymen Hotline, die schwangere Frauen mit Abtreibungsdiensten in Verbindung brachte und nicht-medizinische Fachkräfte für die Durchführung von Abtreibungen ausbildete. Silvia, eine acompañante aus Mexicali, erinnert sich an eine ähnliche Ausbildung in den 1970er Jahren durch ein binationales Solidaritätsnetzwerk, das Frauen beiderseits der Grenze beibrachte, chirurgische Abtreibungen durchzuführen — eine Methode, die mit dem Aufkommen und der Verfügbarkeit von Abtreibungsmedikamenten allerdings seltener geworden ist.

Während viele dieser transnationalen Solidaritätsgruppen nach dem Roe-Urteil verschwanden, gibt es immer noch aktivistische Netzwerke, die den Zugang zu Abtreibungen in den Vereinigten Staaten unterstützen, indem sie Menschen mit Ressourcen und unterschiedlichsten Betreuungsangeboten in Kontakt bringen. Vor allem für BIPoC-Frauen und Menschen in einkommensschwachen und konservativen Gegenden bedeutete die Legalisierung nie das Ende einer Basisorganisation und Mobilisierungsbemühung — vor allem, weil Roe nie das tatsächliche universelle aborto libre gebracht hat, wie manche Leute glauben.

Organisationen, die von BIPoC-Aktivist*innen geleitet werden, wie das in Georgia ansässige SisterSong Women of Color Reproductive Justice Collective, haben sich dafür eingesetzt, dass die Lobbyarbeit für reproduktive Rechte in den USA den Kampf für körperliche Autonomie und das Recht auf Wahlfreiheit breiter aufstellen. In Reproductive Justice: An Introduction erklären die Wissenschaftlerinnen und Aktivistinnen Rickie Solinger und Loretta Ross “reproduktive Gerechtigkeit” als die Anerkennung des “Menschenrechts, die persönliche körperliche Autonomie zu bewahren, Kinder zu haben oder nicht zu haben und die Kinder, die wir haben, in sicheren und nachhaltigen Gemeinschaften aufzuziehen”. Auch mexikanische Abtreibungsaktivistinnen und prominente Organisationen für reproduktive Rechte machen sich diese Sprache der reproduktiven Gerechtigkeit zu eigen: Non-Profit-Organisationen wie GIRE stellen Verbindungen zu den Kämpfen von Hausangestellten her und formulieren reproduktive Gerechtigkeit als eine Forderung nach solideren sozialen und wirtschaftlichen Rechten, einschließlich eines verbesserten Zugangs zu Elternurlaub und anderen Formen der Unterstützung für Menschen, die sich für eine Elternschaft entscheiden.

Durch Schulungen und Lobbyarbeit fördern SisterSong und andere aktivistische Organisationen informelle Netzwerke von Freiwilligen, die schwangere Frauen wirtschaftlich, logistisch und emotional unterstützen. Eine wachsende Zahl radikaler und vielseitiger Doula-Kollektive nicht medizinisch ausgebildeter Betreuerinnen und Betreuer findet derweil neue Wege, Menschen in allen denkbaren Phasen einer Schwangerschaft zu unterstützen — vor der Empfängnis, der Geburt, dem Schwangerschaftsabbruch, nach der Geburt und darüber hinaus. In Kalifornien, New York, Kentucky, Texas und anderen US-Bundesstaaten machen diese Gruppen auch auf die ethnischen und wirtschaftlichen Ungleichheiten bei der reproduktiven Gesundheitsversorgung aufmerksam.

Begleitete, selbst durchgeführte Abtreibungen

Misoprostol wird seit den 1980er Jahren als Abtreibungsmittel eingesetzt. Die gängigste medizinische Abtreibungsmethode ist heute eine Kombination aus Misoprostol und Mifepriston, oder “Mife”, wie die acompañantes es nennen. Die Kombination Mife/Miso ist vor dem sechzigsten Tag der Schwangerschaft zu 98 Prozent wirksam, während Miso weniger wirksam ist und für sich allein genommen in der ersten Schwangerschaftsphase eine Wahrscheinlichkeitsquote von 75 bis 85 Prozent hat, eine Schwangerschaft zu beenden. Acompañantes bevorzugen daher diese Kombination. Allerdings ist Mife nicht rezeptfrei erhältlich, so dass die meisten acompañantes Abtreibungswillige lediglich mit Miso versorgen (können).

Zwar sind selbst durchgeführte Abtreibungen in den Jahrzehnten seit der Markteinführung von Abtreibungsmitteln sicherer geworden, doch die rechtlichen Risiken bestehen nach wie vor. Sowohl in Mexiko als auch in den Vereinigten Staaten wurden Menschen strafrechtlich verfolgt, die Abtreibungen zu Hause ohne Rezept durchgeführt haben. Im Jahr 2015 wurde eine Frau im US-Bundesstaat Indiana wegen der Einnahme von abtreibungsfördernden Medikamenten der Tötung eines Fötus angeklagt; achtundzwanzig Bundesstaaten haben ähnliche Gesetze bezüglich der “Tötung von Föten” wie Indiana. In Mexiko können sogar Personen, die verdächtigt werden, Abtreibungen vorzunehmen, mit bis zu sechs Jahren Gefängnis bestraft werden. Nach Angaben von GIRE gab es seit 2015 rund 500 strafrechtliche Ermittlungen zu Schwangerschaftsabbrüchen — pro Jahr. 98 dieser Fälle führten zu Verurteilungen. Mit dem Urteil des Obersten Gerichtshofs von Mexiko im September wird der Verdacht auf Abtreibung nicht mehr derartig kriminalisiert.

Befürworter*innen einer selbstbestimmten Versorgung auf beiden Seiten der Grenze fordern eine Gesetzgebung, die es den Menschen ermöglicht, ein Abtreibungsverfahren zu wählen, das für sie am besten geeignet ist. Derweil stellen weltweit tätige gemeinnützige Organisationen wie Women Help Women Informationen mit detaillierten Anleitungen zur Verfügung, wie man einen Schwangerschaftsabbruch überall auf der Welt sicher selbst durchführen kann.

“Illegal” muss nicht “unsicher” bedeuten

Aktivist*innen für reproduktive Rechte betonen oft, wie weit Menschen gehen können, wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden haben, und wie viele Todesfälle es gibt, wenn die entsprechenden Angebote und Behandlungen nicht legal sind. Nach dem Roe-Urteil von 1973 ging die Zahl der Todesfälle bei Müttern rapide zurück, was zeigt, wie wichtig die Legalisierung für den Zugang zu einer sicheren Versorgung ist. Aber dieses Narrativ kann auch ein Stigma gegen eine wirklich selbstbestimmte Betreuung verstärken und die finanzielle, emotionale und jede weitere Unterstützung, die eine schwangere Person benötigen könnte, auf ein Minimum reduzieren. Die Befürworter*innen einer radikalen Abtreibungsbetreuung argumentieren dementsprechend, dass nicht alle illegalen, selbst durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche von Natur aus unsicher sind — und dass sie den Zugang erheblich erweitern können. Wie wichtig es ist, die Bedürfnisse und Präferenzen der Schwangeren über die Autorität von Ärzt*innen oder der Regierung zu stellen, ist eine der vielen wichtigen Lehren, die man aus der Arbeit der mexikanischen Aktivist*innen ziehen kann.

Crystal fühlt sich jedenfalls durch die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Mexiko bestärkt, wünscht sich aber auch, dass die weltweite Bewegung für reproduktive Gerechtigkeit weiterhin über rechtliche Hindernisse und Kämpfe hinaus denkt. “Der juristische Kampf ist wichtig, aber er ist nicht der einzige Weg zur Verwirklichung von wirklichem aborto libre,” betont sie. Die Nachrichten aus Texas bestätigen Crystals Überzeugung, dass radikalere Visionen für wirkliche reproduktive Gerechtigkeit notwendig sind. “Ich setze mich für eine Welt ein, in der wir alle über das pflanzliche und medizinische Wissen verfügen, um mit einer Schwangerschaft so umzugehen, wie wir es wollen, und Zugang zu den Ressourcen haben, von denen nur wir wissen, dass wir sie brauchen,” sagt sie.

Meine Botschaft an die Aktivist*innen in den Vereinigten Staaten lautet: Lasst euch nicht durch juristische Auseinandersetzungen davon abhalten, alternative Wege zu finden, wie wir uns gegenseitig — beziehungsweise uns selbst — versorgen können. Frauen haben immer einen Weg gefunden, und das werden wir auch weiterhin tun. Entkriminalisiert, legalisiert, es spielt keine Rolle. Wir sind für Euch da, wir schicken Euch Pillen mit der Post, wir erklären Euch unsere Taktik. Was auch immer Ihr braucht.

Zoé VanGelder ist Mitglied des transnationalen Storytelling-Kollektivs En Nepantla und Aktivistin, die an der Stanford University in Anthropologie promoviert.

Foto: ProtoplasmaKid / Wikimedia Commons

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Support
Available in
SpanishEnglishGermanFrench
Author
Zoé VanGelder
Translator
Tim Steins
Date
19.01.2022

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