War & Peace

„Gegen das Vergessen“: Anmerkungen zur imperialistischen Aggression gegen Venezuela

Iván González Alvarado, venezolanischer Historiker und internationalistischer Aktivist, erläutert seine Sichtweise vor Ort auf die jüngsten Ereignisse in Venezuela.
Iván González Alvarado betrachtet die militärische Aggression der USA gegen Venezuela am 3. Januar 2026, bei der Präsident Maduro entführt wurde und es zu zahlreichen Todesopfern und schweren Schäden kam, sowie die Folgen dieser Aktion.

Bei der imperialistischen Aggression gegen Venezuela wurden Präsident Nicolás Maduro und die Abgeordnete der Nationalversammlung und First Lady Cilia Flores entführt. Die Operation kostete mehr als 120 Menschen das Leben, Dutzende Zivilpersonen und Militärangehörige wurden verwundet und erhebliche Schäden an der Infrastruktur verursacht. Zehn Tage danach liegen jetzt einige Daten vor, die es uns erlauben, das Geschehene zu analysieren,zu verstehen und, soweit möglich, grob einzuordnen.

In erster Linie muss benannt werden, welche Rolle die Beteiligten jeweils gespielt haben. Wir müssen uns zudem die nationalen und internationalen Reaktionen auf diese Situation ansehen, mit der das Land zweifellos noch nie zuvor konfrontiert war. Tatsächlich wurde seit mehr als 200 Jahren kein Land in Lateinamerika – keine südamerikanische Hauptstadt – zum Ziel einer so brutalen und direkten Militäroperation der weltweit führenden imperialistischen Militärmacht. Die internationale Doktrin verbietet solche einseitigen Kriegshandlungen ausdrücklich. Die Ereignisse vom 3. Januar in Venezuela haben aufgrund ihrer Größenordnung nach wie vor weitreichende Auswirkungen – und werden auch noch weiter wirken. Es gibt zudem viele Fragen, die noch geklärt werden müssen. Dennoch lassen sich schon jetzt einige Schlussfolgerungen ziehen.

Zunächst einmal können wir schlussfolgern: Dies war die erste Maßnahme zur Durchsetzung der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS), die die US-Regierung vor einigen Monaten verkündet hatte, und sie ist ein klarer Beweis dafür, dass Lateinamerika und die Karibik tatsächlich das Hauptziel imperialistischer Ambitionen werden sollen bzw. es bereits sind. Diese Ambitionen erfordern rasches Handeln zur Übernahme der Kontrolle, die Washington einen Vorteil gegenüber seinem Hauptkonkurrenten China verschaffen würde. Die „Trumpsche Version” der Monroe-Doktrin brachte Gewalt und Tod über Venezuela und hat damit ihre zynische Kaltblütigkeit offengelegt.

Weil Venezuela über die größten Ölreserven der Welt verfügt, eine wichtige geografische und geopolitische Lage am nördlichen Rand der Karibik einnimmt und eine Vielzahl strategischer Ressourcen besitzt, die für das globale kapitalistische System – und insbesondere für den andauernden Krieg – von entscheidender Bedeutung sind, ist es zur begehrtesten Beute der kolonialen Ambitionen der USA geworden. Um diese Operation zu verstehen, muss man sich vor Augen führen, dass hier ein politisches Projekt der Souveränität und Selbstbestimmung zerschlagen wird, das seit mehr als 25 Jahren Bestand hat. Trotz seiner Höhen und Tiefen und seiner Widersprüche stellt dieses Projekt – neben Kuba – das größte Hindernis für eine vollständige Kontrolle der Region durch die USA dar.

Die Dimension dessen, was in Venezuela geschehen ist, ist daher für das Land selbst nur sehr schwer zu beziffern, abgesehen einmal von dem Leid, dem Verlust und den Auswirkungen auf die interne Dynamik des Landes. In Venezuela ließen sich in den letzten drei Jahren hohe Wachstumsraten und wirtschaftliche Ausgewogenheit sowie Frieden und institutionelle Stabilität beobachten. Die breite Bevölkerung war sich dieser Bedingungen bewusst und begrüßte sie. Diejenigen von uns, die kürzlich in Venezuela waren, konnten direkt miterleben, welche Auswirkungen eine Operation dieser Größenordnung auf ein Land hat, das ruhig und friedlich war und noch nie zuvor einen Angriff dieses Ausmaßes erlebt hatte. Wir teilten dieses Gefühl der Hilflosigkeit und Empörung. Im Land werden die Auswirkungen noch lange zu spüren sein, denn es ist nicht leicht, bei einer so brutalen Aggression und Terroraktion, wie sie Caracas und andere Städte in Venezuela durchgemacht haben, als Zeug*innen oder gar Beteiligte dabei gewesen zu sein.

Diejenigen von uns, die dort waren, und insbesondere die Bewohner*innen der vom Angriff betroffenen Regionen, erlitten nicht nur materielle Verluste, sondern auch Auswirkungen auf die Psyche, die Emotionen und auf die Moral. Das Ausmaß des Geschehenen ist viel zu weitreichend, als dass man nur zehn Tage später eine klare und vor allem ernsthafte Einschätzung seiner jetzigen und zukünftigen Bedeutung erwarten könnte.

Die zweite wichtige Schlussfolgerung ist: Die venezolanische Regierung hatte zwar mit einer Militäroperation gerechnet, jedoch niemals damit, dass es dabei um einen Angriff dieser Größenordnung gehen würde. Flugzeuge, Hubschrauber, Raketen und Drohnen griffen das Herz der Stadt Caracas an. Mehr als 150 Militärschiffe und -flugzeuge waren innerhalb und außerhalb des Landes im Einsatz. Alle Kommunikations- und Verteidigungssysteme wurden außer Gefecht gesetzt, wodurch Millionen Einwohner*innen der Hauptstadt und anderer Regionen praktisch schutzlos waren. Es ist nach wie vor nicht bekannt, wie viele Mitglieder des US-Militärs und Geheimdienstes für diese Kriegshandlung gegen ein schlafendes Land mobilisiert wurden. Dieses ganze Szenario gipfelte in der Entführung des Präsidenten und obersten Befehlshabers der Republik und seiner Überführung auf US-amerikanisches Staatsgebiet.

Diese Maßnahme war dann natürlich ausschlaggebend für die Reaktion und Aufstellung der Regierung in den frühen Morgenstunden des 3. Januar. Zugegebenermaßen war es ziemlich ungewiss, wie sich die Ereignisse entwickeln und wie die Reaktion ausfallen würde. Die Regierung hat sich jedoch nicht nur schnell neu organisiert, sondern auch dem verfassungsgemäß vorgesehenen Verfahren entsprechend gehandelt. Dadurch wurde ein Machtvakuum verhindert und Vizepräsidentin Delcy Rodríguez konnte ihre verfassungsgemäße Rolle als amtierende Präsidentin übernehmen. Gemeinsam mit dem Kabinett ergriff sie alle notwendigen Maßnahmen, um die Kontinuität der Exekutive zu gewährleisten, die Lage zu beurteilen und sofort Maßnahmen zu ergreifen, um das Land weiter funktionsfähig zu halten und schnell auf die Auswirkungen der gewaltsamen Operation zu reagieren.

Wie die amtierende Präsidentin selbst und mehrere Regierungssprechende wiederholt betont haben, mussten Entscheidungen unverzüglich getroffen werden. Einige davon wurden missverstanden, nicht unbedingt akzeptiert oder nicht vollständig verstanden. Sie können hinsichtlich ihrer langfristigen Auswirkungen durchaus hinterfragt werden. Aber da es dringend notwendig war, das Land zu stabilisieren und eine neue Militäraktion abzuwenden – die noch größere Verluste an Menschenleben und momentan gar nicht abschätzbare Schäden mit sich bringen würde –, war die Verabschiedung dieser Maßnahmen unvermeidlich.

Die Regierung hat drei unmittelbare Prioritäten, die sowohl wir vor Ort als auch internationale Beobachter*innen klar benannt und wahrgenommen haben. Die erste Priorität besteht darin, die Ordnung im Land wiederherzustellen und eine weitere Situation zu verhindern, die den Frieden und die Stabilität der Republik gefährden könnte. Diese Aufgabe fällt unter die Zuständigkeit der Präsidentschaft und der verschiedenen Staatsorgane, der Bolivarischen Nationalen Streitkräfte und der Mobilisierung der territorialen sozialen Kräfte, die das Bolivarische Projekt unterstützen. Repräsentiert wird dieses Projekt durch die verschiedenen Organisationsstrukturen, die innerhalb der landesweiten zivil-militärisch-polizeilichen Union miteinander verflochten sind.

Die zweite Aufgabe besteht darin, die Freilassung der Geiseln – des Präsidenten der Republik und seiner Partnerin – zu erreichen. Dazu müssen Verhandlungen aufgenommen werden, in denen der Entführer Einfluss auf das Leben und die Lebensbedingungen der Geiseln ausübt und sie als Druckmittel einsetzt, um das Land zu zwingen, seine Forderungen zu erfüllen. Im Kern geht es dabei um Souveränität mittels Kontrolle über Energieressourcen und Wirtschaft. Dieser Punkt wurde von Trump und verschiedenen Sprecher*innen der US-Regierung wiederholt betont. Alle vorgeschobenen Argumente der Bekämpfung von Drogenhandel und „Narkoterrorismus“ sind verschwunden, und noch weniger bleibt von dem Vorwand übrig, Demokratie und Menschenrechte zu verteidigen.

Das bedeutet, dass in den Verhandlungen jeden Tag Zugeständnisse gemacht werden und Maßnahmen übernommen werden müssen, um den Druck seitens des Feindes zu verringern. Einige davon wurden bereits umgesetzt oder waren schon Teil des Verhandlungsplans zwischen Präsident Maduro und der Trump-Regierung, der seit letztem Jahr verfolgt wird. Diese Bemühungen fußten auf der Garantie, dass der Energiehandel mit den Vereinigten Staaten keinen Souveränitätsverlust mit sich bringen würde.

Die venezolanische Regierung hat bereits seit Chávez die Notwendigkeit anerkannt, ein Ölabkommen mit den Vereinigten Staaten zu schließen, das beiden Staaten Garantien und Sicherheit bietet, und zwar im Rahmen der Achtung der Souveränität und der Einhaltung des Völkerrechts. Diese Dynamik wurde jedoch durch die einseitigen Zwangsmaßnahmen unterbrochen, die die erste Trump-Regierung 2016 verabschiedete, nachdem Präsident Barack Obama 2015 erklärt hatte, Venezuela stelle eine „ungewöhnliche und außerordentliche Bedrohung für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der Vereinigten Staaten“ dar.

Es sind diese Maßnahmen, die der venezolanischen Wirtschaft und der Fähigkeit des Staates, die Bedürfnisse seiner Bevölkerung zu befriedigen, den größten Schaden zugefügt haben und weiterhin zufügen. So wurden die sozialen Probleme, von denen die meisten in den ersten zehn Jahren der Bolivarischen Revolution angegangen worden waren, weiter verschärft. Die massive Migration und der „Exodus“ von Millionen Venezolaner*innen lassen sich ohne die Strategie der „maximalen Druckausübung“ durch den Imperialismus und seine internen Kollaborateur*innen nicht erklären. Das Ziel war immer, das Land wirtschaftlich und politisch zu beherrschen, um seine strategischen Ressourcen zu kontrollieren.

Konkret bedeutet dies, dass Vereinbarungen, die ursprünglich schrittweise umgesetzt werden sollten, nun beschleunigt werden. Dieser Prozess war bereits im Gange, und ist ein Teil der Veränderungen der letzten Tage. Der andere Teil hat, wie bereits angemerkt, damit zu tun, eine groß angelegte Aggression abzuwenden und vor allem Zeit zu gewinnen. Es soll verhindert werden, dass nicht nur Venezuela, sondern die gesamte Region Ziel eines weitaus tödlicheren Angriffs wird. Ein solcher Angriff würde von den Ambitionen angefeuert, die derzeit die Politik und Haltung der Vereinigten Staaten kennzeichnen – Ambitionen, die nicht nur auf Venezuela, sondern auch auf Kuba und andere Länder in der Region abzielen.

Wir stehen einem imperialistischen, psychopathischen Regime gegenüber, das rund um die Uhr lügt, manipuliert und droht. So sieht es aus, wenn man mit einem Feind verhandelt, der die weltweit führende Atommacht ist und über das am besten ausgerüstete und technologisch fortschrittlichste Militär verfügt, wie die Operation am frühen Morgen des 3. Januar zeigte. Eine dringende Aufgabe ist es also auch, zu verhindern, dass diese Ambitionen nicht nur Tausende von Menschenleben auslöschen und das Land zerstören, sondern auch das über 25 Jahre aufgebaute politische und soziale Projekt zunichtemachen.

Eine vierte Aufgabe besteht darin, die internationalen Bedingungen dafür zu schaffen, eine weitere Eskalation der Aggression zu verhindern. Die amtierende Regierung hat wichtige Solidaritätsvereinbarungen geschlossen – nicht nur mit ihren traditionellen Verbündeten wie China, Russland und Iran, sondern auch mit regionalen Regierungen, die für den Aufbau eines breiten Unterstützungskreises von entscheidender Bedeutung sind, darunter Brasilien, Mexiko und Kolumbien. Es war auch ein gewisses Maß an Zusammenarbeit mit europäischen Regierungen und anderen Regionen weltweit erforderlich, um den Rahmen für Allianzen zu schaffen, mit denen dieser Situation begegnet werden kann. In den letzten Tagen haben wir die Wiederaufnahme direkter Beziehungen zu diplomatischen Vertretungen der EU und anderen Regierungen im Globalen Norden miterlebt. Dieses Ereignis ist angesichts der Ernsthaftigkeit der Lage nicht zu unterschätzen.

Ich habe mich von Mitte Dezember bis zu den Tagen während und nach dem Terroranschlag in Venezuela aufgehalten und Zeit mit meiner Familie, Bekannten und einer Reihe von Menschen verbracht, die die Regierung unterstützen, aber auch mit solchen, die das bolivarische Projekt ablehnen oder ihm überhaupt nicht wohlgesonnen sind. Meiner persönlichen Einschätzung nach kann ich bestätigen, dass die Regierung der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez breite Unterstützung genießt. Anfängliche Zweifel oder Unsicherheiten sind minimiert worden. Seit dem 3. Januar hat der Chavismus zunächst in bescheidenem Umfang, dann aber in den folgenden Tagen immer intensiver, seine Mobilisierungsfähigkeit und sein Engagement zur Verteidigung des Landes unter Beweis gestellt.

Ebenso gab es von Anfang an deutliche Reaktionen von sozialen Bewegungen, politischen Parteien und verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, die sich in einem breiten internationalen Aufruf zur Solidarität mit Venezuela und zur antiimperialistischen Kritik mobilisierten. Diese Bewegung hat sich weiter ausgebreitet, sogar innerhalb der Vereinigten Staaten, wo die Menschen sich gegen Trumps autoritäre und diktatorische Exzesse wehren. Jeden Tag schließen sich mehr Bewegungen und Organisationen den Solidaritätsbekundungen an – nicht nur die, die schon immer hinter der Bolivarischen Revolution gestanden haben, sondern auch solche, die aus Prinzip und Überzeugung verstehen, dass diese Situation äußerst heikel ist und Venezuela nicht allein gelassen werden darf.

Und so müssen auch weiterhin alle handeln, die dazu in der Lage sind. Das ist nicht nur eine Aufgabe der Regierung, sondern betrifft alle sozialen und politischen Kräfte innerhalb und außerhalb Venezuelas. Es handelt sich um eine mittel- und langfristige Aufgabe. Denn angesichts dessen, was in Venezuela passieren könnte, bedeutet die Verhinderung einer neuen Aggression auch, Zeit zu gewinnen und damit Operationen in anderen Ländern wie Kolumbien, Mexiko und Kuba zu verhindern. Diese Länder stehen besonders im Visier der Hardliner und solcher Kräfte, die es aus einer absurden antikommunistischen Obsession heraus auf die Insel und ihre Revolution abgesehen haben.

Wie bereits erwähnt, ist noch vieles unklar, aber es gibt auch schon viele Gewissheiten: Venezuela muss sowohl innerhalb des Landes als auch im Ausland verteidigt werden; jetzt ist der Moment für Zusammenhalt; wir müssen Vertrauen in die derzeitige Führung setzen; und wir müssen uns Narrativen entgegenstellen, die gleichzeitig auf uns einwirken und uns misstrauisch und ängstlich machen. Das Wichtigste ist derzeit die Verteidigung und der Schutz der venezolanischen Bevölkerung vor erneuter Aggression. Es ist nicht der richtige Moment, um Zeit, Ressourcen und Energie für Debatten oder Spekulationen zu verschwenden – insbesondere angesichts einer Operation, deren grundlegender Rahmen weiterhin die Rechtfertigung von Aggression, Tod und Entführung ist.

Es ist also nicht die Zeit für Zweifel an der Verantwortung, die wir dafür tragen, das Land zu verteidigen, die Aggression zu verurteilen, dem Imperialismus die Stirn zu bieten, und insbesondere dafür, Lateinamerika und die Karibik als Friedenszone zu bewahren. Dies liegt im Interesse Venezuelas und der gesamten Region. Die Ereignisse in Venezuela und der Karibik könnten sich durchaus als Test dafür erweisen, ob diese Vorgehensweise das zukünftige Handeln der USA in der Hemisphäre bestimmen wird. Wenn diese Ambitionen Erfolg haben und die Ziele hinter der Operation umgesetzt werden können, könnte das Schicksal der übrigen Region und möglicherweise der ganzen Welt erheblich gefährdet sein.

Heute liegt Venezuela in den Händen des venezolanischen Volkes, seiner politischen Führung und der demokratischen Kräfte, die sich erneuter Aggression entgegengestellt haben und auch weiterhin entgegenstellen werden. Was auf venezolanischem Boden geschieht, bestimmen nicht die bombastischen, realitätsfernen Ankündigungen von Präsident Trump und seinen Verbündeten, sondern das venezolanische Volk und seine Institutionen. Den multidimensionalen Krieg in seiner kognitiven Dimension einzudämmen – also den Kampf um Narrative, Wahrheit und Wahrnehmung –, das ist nach Leid, Blutvergießen, Qualm und Trümmern jetzt die dringendste Aufgabe. Die Wahrheit über Venezuela zu verteidigen ist auch eine Pflicht für alle, die sich dem Internationalismus und der Solidarität aller Menschen verschrieben haben.

Dies ist eine persönliche Notiz nach meinem Aufenthalt in Venezuela – in Caracas, Barquisimeto und anderen Orten –, wo ich mit vielen Menschen gesprochen und Zeit mit Genossen*innen innerhalb und außerhalb der Regierung, mit Aktivist*innen und auch mit Mitgliedern oppositioneller Kreise verbracht habe, um zu erfahren, wie sie die aktuelle Situation ihres Landes einschätzen. Es ist ein Versuch, zu verhindern, dass der Wirbelwind der Ereignisse, die Fragmentierung der Informationen und die Manipulation von Fakten unser Gedächtnis trüben und unser eigenes Verständnis dieses historischen Ereignisses verwischen. Diese Zeilen helfen vielleicht auch dabei, einige Fragen und Zweifel zu beantworten, zu denen mich viele Menschen innerhalb und außerhalb Venezuelas um eine Stellungnahme gebeten haben.

Iván González Alvarado, Venezolaner, Historiker, internationalistischer Aktivist, 13. Januar 2026

Available in
EnglishSpanishPortuguese (Brazil)GermanFrenchItalian (Standard)
Author
Iván González Alvarado
Translators
Constanze Huther and Esther Trancón Widemann
Date
06.02.2026
Krieg & FriedenVenezuelaUnited States
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